Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen

Mir macht die Ausbildung Spaß, da man nahezu alle Abteilungen kennen lernt. Die vielseitigen Einsatzbereiche sowie die eigenständige Arbeit machen das ganze interessant. Außerdem ist das Arbeitsklima gut.

 

Industriekauffrau/-mann

Meine Ausbildung zur Industriekauffrau habe ich im August 2006 begonnen. Seit mehr als zwei Monaten bin ich nun schon in der Abteilung Einkauf, genauer gesagt im „Einkauf Verpackungen“.

Der gesamte Einkauf besteht aus den Bereichen: Verpackungen, Rohstoffe und Technik. Des Weiteren ist der Verpackungsbereich in drei Teams eingeteilt, in dem jeder Einkäufer sein eigenes Einkaufsgebiet hat. Hierbei ist das ‚Team 1’ auf die flexiblen Verpackungen spezialisiert.

Das ‚Team 2’ bezieht Kartons und ‚Team 3’ bestellt Wellpappe und Werbemittel beim Lieferanten. Trotz dieser Einteilung habe ich bemerkt, wie wichtig die direkte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Teams ist.

Nach meiner Meinung zeichnet den Einkauf die enge Kommunikation mit dem Marketing Service und der Abteilung Materialdisposition sowie die Kommunikation mit den Lieferanten aus.

Ohne die Abteilung Marketing Service könnte der Einkauf beispielsweise kein Material nachbestellen, denn von ihr benötigt er die Mengenfreigaben für sehr wichtige Materialen („A-Materialien“). Diese Mengenfreigaben werden benötigt, da das Marketing Service genau weiß, wann ein Druckwechsel vorgenommen wird oder wann sich die Rezeptur des Produktes ändert. Mit der Materialdisposition spricht der Einkauf ab, zu welchem Termin das Material in der Produktion benötigt wird. Erst dann können die Materialien beim Lieferanten bestellt werden.

Ein typischer Arbeitsvorgang von mir ist es im System nachzuschauen, bis wann die Materialien ausreichen. Geht das Material beispielsweise in vier Monaten in die sogenannte „absatzseitige Unterdeckung“, so gehört es zu meinem Aufgabenbereich das Rohmaterial schon mal beim Lieferanten zu reservieren, da dieses oft lange Lieferzeiten hat. Als nächstes frage ich die einzelnen Materialien per Mail oder persönlich per Telefon beim Lieferanten an, denn jedem Einkäufer ist es wichtig im ständigen Kontakt zu seinen Lieferanten zu stehen. Hierbei muss abgeklärt werden, ob der Preis mit unseren Vorstellungen übereinstimmt und ob der benötigte Termin zeitlich eingehalten werden kann. Sagt der Preis dem Einkauf nicht zu, so muss überlegt werden, wie es günstiger werden könnte. Meistens genügt hier schon eine höhere Mengenabnahme. Ist dies auch mit dem Marketing Service abgesprochen, so kann ich die Kontrakte schreiben. Der Einkauf schreibt diese Mengenkontrakte, um festzulegen, ab wann das Material beim Lieferanten abrufbereit sein soll. Erst die Materialdisposition gibt die bestimmte Menge und den genauen Eintrefftermin des Materials durch Abruf an die Lieferanten!

Ich musste feststellen, dass es hin und wieder auch zu unerwarteten Zeitverzögerungen der Liefertermine kommen kann. Gründe für solch eine Zeitverzögerung können fehlende Druckunterlagen, überlastete Kapazitäten beim Lieferanten oder auch fehlerhaftes Rohmaterial, sein. Diese Zeitverzögerungen und Probleme werden durch die jeweiligen Einkäufer bearbeitet bzw. geklärt.

Solche Aufgaben gehören ebenso zu meinem Aufgabenbereich wie Tabellenkalkulationen in Excel, Zusatzkostenbestellungen oder die Überprüfungen der Auftragsbestätigungen.

Was mir an der Abteilung Einkauf gut gefällt, ist dass ich von Anfang an von meinen Kollegen voll integriert wurde und die Arbeit dort abwechslungsreich ist.

Im Laufe meiner Ausbildung ist es immer wieder interessant zu sehen, wie die einzelnen Abteilungen miteinander verknüpft sind und zusammen arbeiten.

 

 

Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuß e.V. (ANG)