Mechatroniker

Da die Ausbildung zum Mechatroniker neu ist, wussten wir nicht genau, was uns erwarten würde. Dazu kam, dass wir bis auf ein paar Praktika und Ferienjobs - nie richtig gearbeitet haben.

Es vergingen einige Tage, bis man sich von der Schulbank auf die Werkbank umgewöhnt hatte, doch dies wurde uns durch einen freundlichen Empfang am ersten Ausbildungstag, ein gutes Arbeitsklima in unseren Lehrwerkstatt und das Kennenlernen der Mitauszubildenden erleichtert.

In den ersten Monaten unseres Einsatzes in der Lehrwerkstatt erlernten wird im Grundkurs Metall das Bearbeiten verschiedener Werkstoffe. Wir fertigten diverse Werkstücke an, wodurch wir den Umgang mit Feilen und Maschinen, wie der Ständerbohrmaschine und der Stoßmaschine übten.

Im zweiten Halbjahr des ersten Ausbildungsjahres begannen wir bei unserer Kooperationsfirma einen viermonatigen Lehrgang. Wir erlernten dort praktische sowie theoretische Grundlagen der Elektrotechnik, wie z.B. Installationstechnik, Steuerungstechnik, Sensortechnik und die die zugehörigen Sicherheitseinrichtungen.

Nach circa einjähriger Ausbildung beendeten wir unseren Pneumatik- und Elektropneumaitkkurs erfolgreich. Dabei haben wir das Ansteuern von Zylindern, die durch Luftdruck aus- und eingefahren werden, erlernt. Für uns war besonders interessant, aufeinander abgestimmte Bewegungsabläufe zu sehen, die zuvor von uns selbst erarbeitet und programmiert wurden.

Nach der Zwischenprüfung werden wir die einzelnen Werkstätten durchlaufen und hauptsächlich mechatronische Arbeiten verrichten, wie z. B. das Reparieren der Produktionsmaschinen, die Programmierung von Robotern sowie das Erstellen von Fehlerdiagnosen.

Gegen Ende der Ausbildungszeit von 3 ½ Jahren werden wir ebenfalls theoretisch und praktisch auf unsere Abschlussprüfung vorbereitet, die so aufgebaut ist,  dass wir eine eigene Maschine, ein Maschinenteil oder eine Vorrichtung anfertigen und die dazugehörige Dokumentation ausarbeiten.

 

Industriemechaniker/-in

Als meine Ausbildung begann, muss ich nicht so genau, was mich erwartet. Ich habe vorher nie richtig gearbeitet, bis auf 1-2 Praktika, sondern mein ganzes Leben auf der Schulbank gesessen.

Doch meine Angst wurde mir schnell genommen, da ich in einer Lehrwerkstatt untergebracht bin und deshalb sehr viel Kontakt zu den anderen Auszubildenden habe. Das Arbeitsklima ist sehr gut, weil wir fast alle im selben Alter sind.

In der Anfangszeit lernte ich fräsen, drehen und anreißen. Dann durfte ich an die Bohr- bzw. Stoßmaschinen und konnte die ersten Projekte erstellen, wie z.B. einen Miniatur-LKW, einen Briefbeschwerer, etc. Danach kann ich in die Schlosserei und lernte den fachmännischen Umgang mit Blechverbindungen.

Anschließend wurde ich in die Dreherei und Fräserei eingeteilt, wo ich das Arbeiten an den Maschinen erlernte. Danach wurde ich in der Produktion eingesetzt und assistierte den Produktionsschlossern in der Abteilung Beutelverpackung. Hauptaufgabe ist es dort, die Anlagen auf die verschiedenen Produkte einzustellen. Es kam nämlich auf einer Beutelmaschine jedes Produkt gefahren werden. Wenn aber die Anlage einen Fehler hat, sind Kreativität, Können und Geschicklichkeit gefragt, denn in jeder Minute, in der die Anlage still steht, entstehen Verluste. Ich bin dort ein halbes Jahr gewesen, habe sehr viel dazugelernt und Spaß hat es auch gemacht.

Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuß e.V. (ANG)